Aus der Ortsgeschichte 1946
Kirchenchor singt wieder. Mitglieder 50 - 25 Männer und 25 Frauen. Am 7. Januar 1946 brannte die Scheune des Paul Weis in der Trift aus. Brandursache war ein Kurzschluß.
Volkszählung am 26. Januar 1946 in Spabrücken.
904 Einwohner - 881 kath., 21 evgl., 1 israel., 1 gottgläubig, 1 glaubenslos.
Berufe 114 Landwirte, 40 Waldarbeiter, 18 Händler, 2 Töpfer.
170 Volksschüler - 93 Knaben und 77 Mädchen
275 Personen mit eigenem Einkommen
36 % von Landwirtschaft 27 % von Lohn und Gehalt 18 % von Renten und Pensionen 10 % von Handel und Gewerbe 8 % freie Berufe 3/4 % Vermietungen und Verpachtungen Von Lehrer Habedank “Wie steht es mit der Jugend ?”’
Schlimm, sehr schlimm !! 6 Jahre Krieg, die Väter nicht daheim, mehr als 1 Jahr keine Schule mehr, die primitivsten Gesetze über Sitte und Anstand sind dem allergrößten Teil der Jugend vollkommen fremde Begriffe ! Der wahre echte Gehorsam, die Ehrfurcht vor den Erwachsenen, die Achtung vor dem Alter, diese fundamentalen Begriffe christlicher Erziehung .... waren abgeschafft worden.
Aus der Ortsgeschichte 1947
Das Geld ist fast völlig entwertet. Täglich kommen in Scharen Leute aus der Stadt mit Tauschobjekten, um dafür Lebensmittel einzutauschen. Der Schwarzhandel blüht.
In dieser “Koddelzeit” mußte der Kirchturm erneuern werden, da das Gebälk morsch geworden ist. Der Turm drohte einzustürzen. Die Pfarrkinder tragen Getreide und Kartoffeln zusammen, damit das nötige Material beschafft werden kann.
Der Sommer war sehr trocken und heiß. Von Mai bis November fiel kein Tropfen Regen. Die Kartoffelernte fiel so katastrophal aus, dass der Bedarf im Dorf bei weitem nicht gedeckt werden konnte. |