Bergbau und Industrie auf der Gräfenbacher Hütte Die wichtigsten Standortfaktoren zum Betreiben der Gräfenbacher Hütte waren die Wasserkraft des Gräfenbaches, die umliegenden weitflächigen Laubwälder des Soonwaldes zur Holzkohleproduktion, die oberflächennahen Eisenerzvorkommen in Form von ,,Wasemerzen" und ausreichende Arbeitskräfte in den benachbarten Dörfern. Die auf Spabrücker Gemarkung liegende Gräfenbacher Hütte besitzt einen freistehenden Hochofen aus dem Jahr 1830. Er ist der einzigste in Westdeutschland. Es handelt sich um ein technisches Denkmal von hohem Rang. Die Anfänge der Gräfenbacher Hütte im oberen Gräfenbachtal reichen in das frühe 18. Jahrhundert zurück. Der kurpfälzische Jagdrat Georg Wolfgang Hügel und Oberförster Geisweide entdeckten im Soonwald Eisenerzablagerungen. Hügel, Geisweide und der Eisenhammerbesitzer Hans Georg Koch aus Neunkirchen baten den Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz um die Vergabe eines Erbbestandbriefes. der ihnen die Schürfrechte für die Erze übertragen sollte. Dieser Erbbestandsbrief stellt gleichzeitig die Gründungsurkunde für die Gräfenbacher Hütte dar. Am 2. Juni 1712 bewilligte der Landesherr dieses Gesuch. Als jährliche Pacht mussten 186 Gulden an die kurpfälzische Hofkammer entrichtet werden. |